Ihre Holzfassade in München: Material, Aufbau und Anfrage
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Ihre Holzfassade in München: Material, Aufbau und Anfrage

Fassaden & Gebäudehülle

Holzfassade: Alle Schichten vom Untergrund bis zur Oberfläche verstehen

Eine Holzfassade besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Schichten. Jede übernimmt eine eigene Aufgabe: Der Untergrund bildet die Basis, die Unterkonstruktion trägt die Bekleidung, der Luftzwischenraum unterstützt die Entwässerung und Austrocknung, und die äußere Bekleidung schützt die dahinterliegenden Schichten vor direkter Bewitterung. Für einen zuverlässigen Aufbau müssen daher nicht nur Bretter und Farben, sondern auch Befestigung, Abstände und Anschlüsse gemeinsam betrachtet werden.

Die Schichten von innen nach außen

Der vollständige Wandaufbau beginnt mit der vorhandenen Wand. Bei Bedarf kommen Dämmung, Wetterschutz und gegebenenfalls eine Winddichtung hinzu. Daran anschließend folgen Unterkonstruktion, Luftzwischenraum und Bekleidung. Diese Reihenfolge ist wichtig, weil die einzelnen Schichten nur im Zusammenspiel ihre vorgesehenen Funktionen erfüllen. Der Luftzwischenraum ersetzt beispielsweise keine Dämmung.

Aufgaben der Unterkonstruktion

Traghölzer und Lattung bilden die Unterkonstruktion. Sie müssen die gewählte Bekleidung tragen und deren Befestigung aufnehmen. zugleich muss die Anordnung der Hölzer einen ausreichenden Luftweg hinter der Bekleidung ermöglichen. Waagerechte Traghölzer können einen vertikalen Luftweg unterbrechen, wenn ihre Lage nicht zum System passt. Querschnitte, Abstände und Befestigungen gehöhen deshalb zur Planung und sind nicht pauschal für jedes Gebäude gleich.

Bedeutung der Hinterlüftung

Hinterlüftung bezeichnet den Luftraum zwischen Bekleidung und den darunterliegenden Schichten. Sie ist Teil des Feuchtekonzepts der Fassade: Feuchte, die trotz des Wetterschutzes in den Aufbau gelangt, soll kontrolliert abgeführt werden können und das Holz austrocknen. Lattung und Luftweg müssen daher gemeinsam geplant werden. Ein vorhandener Spalt zwischen Brettern allein genügt nicht, wenn er an Sockel, Fenstern, Laibungen oder oberen Abschlüssen unterbrochen oder durch Profile und Gitter ungeeignet begrenzt ist.

Rolle der Bekleidung

Die Bekleidung bildet die sichtbare Außenhaut und nimmt direkte Bewitterung auf. Holzart, Profil, Oberfläche, Fugenbild und Verlegerichtung beeinflussen das Erscheinungsbild und den Aufbau. Bei offenen senkrechten Bekleidungen ist die Luftdurchlässigkeit besonders wichtig. Geschlossene oder beschichtete Systeme stellen andere Anforderungen an Befestigung und Unterkonstruktion. Die äußere Bekleidung allein kann weder die Tragfähigkeit noch den Feuchteschutz der übrigen Schichten ersetzen.

Anschlüsse entscheiden mit

Sockel, Fensterlaibungen, Ecken, Öffnungen und der obere Abschluss müssen so ausgeführt werden, dass Wasser abfließen und die vorgesehene Hinterlüftung wirken kann. Schutzgitter und Abschlussprofile dürfen den benötigen freien Querschnitt nicht unbeabsichtigt verkleinern. Besonders kritisch sind Stellen, an denen mehrere Bauteile zusammentreffen. Bei der Planung und Abnahme sollten diese Übergänge deshalb einzeln betrachtet und auf funktionierende Entwässerung und Lüftung geprüft werden.

Systeme miteinander vergleichen

Ein belastbarer Vergleich beginnt mit dem vollständigen Aufbau und nicht allein mit dem Preis eines Brettes. Zu einer Holzfassade gehören Bekleidung, Unterkonstruktion, Befestigung, gegebenenfalls Dämmung und weitere Wetterschutzebenen. Hinzu kommen Demontage, Entsorgung, Gerüst und Anschlussarbeiten. Auch Zugänglichkeit, Fensterlaibungen und weitere Details beeinflussen den Aufwand. Zwei Angebote lassen sich deshalb nur sinnvoll vergleichen, wenn Fläche, Leistungsumfang und Voraussetzungen vergleichbar beschrieben sind.